Der Kunstverein Stralsund fördert den Dialog zwischen Kunstinteressierten und Künstlern durch Atelierbesuche, Exkursionen, Vorträge und Vereinstreffen.  Unsere Kunsttreffs dienen dem Austausch und der guten Verständigung.  Wir heißen bei unseren Treffs Neuankömmlinge in der Stadt auf der Suche nach Gleichgesinnten herzlich willkommen. 

Sie möchten zum nächsten Kunsttreff am 11.Oktober 2022 kommen ? Schreiben Sie uns bitte eine Mail post@kunstvereinstralsund.de

Feininger-Rundgang
Feininger-Rundgang

Unsere nächste Veranstaltung:

30. September 22 Freitag 11 h 

Künstlerspaziergang in Ribnitz “Auf den Spuren von Lyonel Feininger” 

Der Maler Lyonel Feininger  besuchte 1905 erstmals Ribnitz und Damgarten und kam auch später gern hierher zurück. Viele seiner Arbeiten entstanden hier. Die Beschäftigung mit Ribnitz lassen Schlüsselwerke seines künstlerischen Schaffens entstehen. Ein Grund dafür ist auch die Begegnung mit Julia, einer jungen Frau, die ihn ein Leben lang bleiben wird. Mit dem Feininger-Rundweg begeben wir uns auf eine Zeitreise und versuchen die Stadt mit den Augen des Künstlers zu sehen.

Verbindliche Anmeldung bis 27.9.22 zur Bildung von Fahrgemeinschaften bei Renate Keitmann Tel 03831 662144 oder r.h.keitmann@t-online.de



Frühere Veranstaltungen:

17.5.2022 Exkursion nach Hiddensee
Von der ’Blauen Scheune’ zum ’Karusel’: Auf den Spuren der Hiddenseer Malweiber
Eines der schönsten Häuser in Vitte ist ohne Zweifel die ’Blaue Scheune’. Die Malerin Henni Lehmann baute die ehemalige Bäckerscheune zu ihren Atelier um, und sorgte für den blauen Anstrich. In den 1920er Jahren fanden dort jährliche Gruppenausstellungen des ’Hiddenseer Künstlerinnenbundes’ statt. Später nutzte der Maler Günter Fink das Haus als Atelier und Wohnort. Heute wird die ’Blaue Scheune’ von einem Ehepaar betreut, die als Kunstsammler den Geist des Ortes wieder beleben wollen und ein Museum mit Werken von Fink und der auf Hiddensee wirkenden Künstlerinnen planen.
Damit sind wir mitten in der Geschichte der Malweiber. Zu Beginn war der Begriff durchaus nicht respektvoll gemeint. Aber die Künstlerinnen ließen sich von diesem Spott nicht schrecken. Sie zogen im Reformkleid mit Pinseln, Staffelei und allem Zubehör ins Freie und malten die Schönheit der Landschaft. Fast alle mussten ihre Existenz als Künstlerin selbst finanzieren, und sich gegen den Druck der eigenen Familie und der Gesellschaft durchsetzen.
Leider endete die Geschichte des Künstlerinnenbundes zu Beginn der Nazi-Zeit. Einige Malerinnen wurden als Jüdinnen verfolgt, andere zogen sich zurück. Die Mitgründerin des Künstlerinnenbundes, Clara Arnheim, kam in Theresienstadt um. An sie erinnert heute ein Gedenkstein gegenüber der Blauen Scheune.
Viele Namen wären noch zu nennen, aber der Spaziergang mit der Expertin Marion Magas ging weiter bis zum ’Karusel’, dem Sommerhaus Asta Nielsens. Unterwegs gab es diverse Stationen und Geschichten. Einige Ansichten, die die Malerinnen festhielten, kann man noch heute erkennen. Frau Magas, die selbst seit ihrer Kindheit auf Hiddensee lebt, machte immer wieder auf Bauten und Landschaften aufmerksam. Sie forscht seit Jahrzehnten darüber, und hat viel zum Thema veröffentlicht (alle Titel auf: www.hiddenseekultur.de).
Die Exkursion des Kunstvereins Stralsund brachte viel Neues für Kenner der Insel, und war eine gute Einführung für alle, die Hiddensee bisher vielleicht noch nicht als Ort der Künste gesehen hatten.
Wie immer war der Ausflug mit exklusiver Führung gut vorbereitet, ein besonderer Dank geht an die Organisatorin.